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Freeware

Freeware von engl. free "kostenlos" und ware "Ware") bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Software, die vom Urheber zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Freeware ist meistens proprietär und darf daher nicht mit freier Software (engl. "free software") verwechselt werden, die im Gegensatz zu Freeware weitläufigere Freiheiten, wie Veränderungen an der Software, gewährt.

Inhaltsverzeichnis

Begriffsabgrenzung

Ein Autor kann nach dem Urheberrecht bei einer Weitergabe seines Werks die vertraglichen Bedingungen in weitem Umfang festlegen. So ist Freeware kein genau definierter, rechtsgültiger Begriff. Es ist in jedem Einzelfall anhand der in einem Endbenutzer-Lizenzvertrag festgelegten Lizenzbedingungen zu prüfen, welche konkreten Rechte der Urheber dem Anwender gewährt. Typische Vertragsbedingungen vom Autor sind etwa, dass die Verbreitung gegen ein Entgelt untersagt ist oder die Nutzung nur für Privatpersonen kostenlos ist, d.h. der Einsatz im kommerziellen Umfeld bedarf einer Lizenzgebühr. Ob bei solchen oder noch weitergehenden Einschränkungen der Nutzung der Begriff Freeware noch zutreffend angewendet wird ist zumindest unter dem Aspekt der allgemeinen Nutzungsfreiheit strittig.

Im Allgemeinen wird der Begriff Freeware eher auf kleinere Software-Produkte angewandt. Bei grösseren kostenlosen Software-Produkten sind die Bedingungen dafür oft zu differenziert. Die Microsoft-Produkte Internet Explorer und Microsoft Windows Media Player sind typische Beispiele dafür, weil die kostenlose Nutzung an den Besitz anderer Microsoft-Lizenzen und nur mit Zustimmung zur Rechteerweiterung der bestehenden Lizenzen für Microsoft gebunden ist.

Der Begriff Freeware ist heutzutage meist in zwei Gebieten anzutreffen: Einmal bei den Computer-Zeitschriften, die Freeware gerne als vereinfachenden Oberbegriff verwenden und bei Hobbyprogrammierern, die ihre kleineren Software-Projekte auf ihrer Homepage zum kostenlosen Herunterladen anbieten und sich noch nicht mit dem aktuellen Software-Lizenzrecht befasst haben.

Cardware (auch Postcardware genannt) ist eine Form von Freeware, bei der der Autor um die Zusendung einer originellen Grusskarte bittet, soweit das Programm Gefallen gefunden hat. ähnliche Konzepte gibt es für eine ganze Reihe von Sachspenden an den Autor.

Freeware-Szene

Neben einzelnen Autoren gibt es auch Gruppen, so genannte Codinggroups, die hobbymässig Software programmieren und diese als Freeware anbieten.

Siehe auch

Links zum Thema Freeware im Open Directory Project
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Schaubude

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Schaubude

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Dieser Artikel erläutert das Volkstheater Schaubude im Allgemeinen; zu anderen Bedeutungen siehe Schaubude (Begriffsklärung).
Komödianten- und Schaustellerbuden in Hamburg um 1800.

Aus Holz gebaute Schaubuden, Spielbuden oder Komödiantenbuden waren der wettersichere Veranstaltungsort für alle Varianten des Volkstheaters sowie für Schausteller und Puppenspieler bis zum 19. Jahrhundert. Weil man noch keine genügend großen Zelte bauen konnte, fanden auch Zirkus-Vorstellungen in großen Buden statt. Wandermenagerien zeigten ihre Sammlungen exotischer Geschöpfe in temporären Tierbuden, die aus den Tierkäfigen, Brettern und Zeltplanen aufgebaut wurden. Da die Artisten durchweg reisten, mussten sich ihre Schaubuden transportieren und neu aufbauen lassen. Standorte für diese Bretterbauten waren seit dem Spätmittelalter Marktplätze wie die Pariser Foires Saint-Germain und Saint-Laurent (Pariser Jahrmarktstheater), später der Wiener Prater oder der Hamburger Spielbudenplatz.

Die Feuergefahr verstärkte sich dadurch, dass Schaubuden oft in Reihe gebaut wurden. Deshalb (und wegen der besseren amtlichen Kontrollmöglichkeiten) wurden die Komödiantenbuden zunehmend durch “Steintheater” ersetzt, wie die Pariser Boulevardtheater, die Wiener Vorstadttheater oder das Königsstädtische Theater in Berlin. Außerdem strebte die bürgerliche Bevölkerung nach Unterhaltungsstätten, die den prunkvollen Hoftheatern glichen.

Die Emanzipation von den Schaubuden war für die Darsteller ebenso wie für das Publikum ein sozialer Aufstieg. Symbolisch dafür war der Bezug des Pariser Théâtre-Italien 1762 durch die Truppe von Charles Simon Favart (siehe Opéra-Comique). – Darstellende Künstler des 20. Jahrhunderts wie das Münchner Kabarett Die Schaubude spielten zumeist in festen Theatergebäuden.

Auch die ersten Kinos haben sich aus Schaubuden entwickelt, zum Beispiel das Kino Klein in Wien. – Auf heutigen Vergnügungsparks gibt es die Buden nach wie vor.

Literatur

  • Roland Dreßler: Von der Schaubühne zur Sittenschule. Das Theaterpublikum vor der vierten Wand. Berlin: Henschel 1993. ISBN 3894871814
  • Isabel Matthes: “Der allgemeinen Vereinigung gewidmet.” Öffentlicher Theaterbau in Deutschland zwischen Aufklärung und Vormärz. Tübingen: Niemeyer 1995. ISBN 3484660163
  • Rolf-Peter Baacke: Lichtspielhausarchitektur in Deutschland. Von der Schaubude bis zum Kinopalast. Berlin: Frölich & Kaufmann 1982. ISBN 3887250419

Schaubuden auf Jahrmärkten

Namensräume
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